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Steine bestimmen.

Dieser Text richtet sich an interessierte Amateure. Der Schwerpunkt liegt bei den magmatischen Gesteinen. Über Fossilien finden Sie hier nichts.

Gesteine zu bestimmen ist eine Fertigkeit, die jeder lernen kann. Das nötige Wissen ist überschaubar, man muss allerdings viel üben, um es sicher anzuwenden. Als Hilfsmittel benötigen Sie am Anfang nur einen Hammer und eine gute Lupe.

Was nicht funktionieren wird, ist das Vergleichen mit Bildern. Wenn Sie einen Stein neben ein Foto halten und das „Bestimmung“ nennen, werden Sie zwar ab und zu einen Treffer landen, aber Sie werden nicht verstehen, warum Ihr Stein seinen Namen bekommt. Nur wenn Sie das zugrunde liegende System kennen und die wenigen, aber entscheidenden Minerale bestimmen können, werden Sie Erfolg haben.

 

Grundsätzliches Vorgehen bei der Bestimmung von Gesteinen

  1. Jede Bestimmung beginnt mit einer Vermutung, zu welcher der drei grundlegenden Gesteinsgruppen Ihre Probe gehört:

    - Ist es ein magmatisches Gestein (aus einer Schmelze erstarrt),
    - ein metamorphes Gestein (durch Druck/Temperatur umgewandelt)
    - oder ein Sedimentgestein? (Entstanden aus den Ablagerungen von      Gesteinsresten.)

  2. Mit Hilfe einer 10fach vergrößernden Lupe schauen Sie sich den Stein genau an und bestimmen die Minerale. Sie beginnen immer mit der Suche nach Quarz, denn seine Anwesenheit oder sein Fehlen gibt der Bestimmung sofort eine Richtung. Danach suchen Sie Feldspäte, von denen es zwei gibt: Alkalifeldspat und Plagioklas. Einen davon finden Sie fast immer, oft sogar beide. Feldspäte sind helle Minerale und wenn es mindestens 10 % davon im Gestein gibt, hängt dessen Name allein am Mengenverhältnis der beiden Feldspäte und am Quarz. Deshalb ist die Bestimmung der Feldspäte zentral.

  3. Anschließend untersuchen Sie die dunklen Minerale. Die drei wichtigsten sind: Glimmer, Amphibole und Pyroxene. Auch wenn diese Minerale oft schwarz aussehen, bezieht sich „dunkle Minerale“ auf die chemische Zusammensetzung und nicht auf die sichtbare Farbe. (Das gilt auch für die hellen Minerale). In manchen Gesteinen sind die dunklen Minerale für die Namensgebung nicht entscheidend, bei anderen hängt die Bestimmung ausschließlich an den dunklen Mineralen.

  4. Für alle Minerale sind Eigenschaften wie Spaltbarkeit, Härte, Glanz und Farbe typisch. Sie brauchen deshalb auch ein Instrument, um die Härte zu prüfen. Das kann ein Taschenmesser, ein gehärteter Stahlnagel oder eine Nagelfeile sein. Gelegentlich ist noch verdünnte Salzsäure nützlich sowie ein kleiner Magnet.

  5. Wenn die Minerale bestimmt sind, schätzen Sie deren prozentualen Anteil am Gestein. Viele Gesteinsnamen hängen davon ab, wie viel von einem Mineral im Gestein steckt.

  6. Für eine Mineralbestimmung brauchen Sie in der Regel eine frische Bruchfläche. Wenn die fehlt, müssen Sie mit dem Hammer ein Stück vom Stein abschlagen. Dafür brauchen Sie, neben der Lupe und dem Ritzwerkzeug, einen Hammer.

Für den Anfang:

Die Lupe ist Ihr wichtigstes Arbeitsmittel, es geht nicht ohne. Die Lupe sollte zum Einklappen sein („Einschlaglupe“), damit sie in der Tasche geschützt ist. Halten Sie sie immer dicht ans Auge und führen Sie dann den Stein heran, bis das Bild scharf wird. Benutzen Sie die Lupe nicht wie eine Leselupe, also auf Armeslänge. Da erkennen Sie gar nichts. Drehen Sie sich so zum Licht, dass Ihr Schatten nicht auf den Stein fällt.

 

 

 

 

 

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