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Rhombenporphyr-Konglomerate:
 

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Unter einem Konglomerat versteht man ein Gestein, das aus abgerollten Bruchstücken (Klasten) anderer Gesteine besteht.
Die Rundung der Bruchstücke entstand durch Transport. Ein schnell fließendes Wasser könnte die Klasten zusammengeschwemmt haben, ebenso ist Abwärtsbewegung auf steilen Vulkanhängen denkbar.
Die Zusammensetzung der Gesteinsfragmente gibt manchmal Auskunft über die Herkunft der Konglomerate, da man davon ausgeht, daß die Ablagerung und spätere Verfestigung der Klasten in der Nähe ihrer Entstehung stattfindet.
Besteht ein Konglomerat aus nur einer Sorte Klasten, bezeichnet man es als "monomikt". Sind verschiedene Gesteine beteiligt, nennt man es "polymikt"
(griech."miktos" - gemischt).

 

Hier nun stammen die Bruchstücke alle von den Rhombenporphyren aus dem Oslogebiet. Deshalb finden wir die Rhombenporphyr-Konglomerate ebenso wie die Rhombenporphyre im norwegischen Oslograben. Insbesondere im südlichen Teil des Oslofjordes stehen diese Konglomerate an.
Die äußere Rundung der abgebildeten Geschiebe ist viel später entstanden. Sie ist Abbild der Verwitterung des Konglomerats als solches, ausgelöst durch den Eistransport zu uns.

 
Abbildung unterhalb: Der Umriß des vorderen Gerölls ist mit Pfeilen markiert.
Vorn unten sehen Sie den typischen rhombenförmigen Einsprengling - genauer gesagt: Einen Zwilling aus zwei Rhomben. Mit seiner Hilfe ist die Herkunft des Gesteins bestimmbar.
Geschiebe von Fehmarn.
 
 
Rhombenporphyrkonglomerat
 
Auch das nächste Geschiebe stammt von Fehmarn. Die drei verkitteten Gerölle sind jedes für sich als Rhombenporphyr erkennbar.
 
Konglomerat aus Rhombenporphyren
 
Im nächsten Stück ist der Anteil der gerundeten Porphyre kleiner. Es enthält zusätzlich kleine Bruchstücke, Kristalle (einzelne Rhomben) und viel feinkörnige Gesteinsmasse.
Das Geschiebe enthält zu wenige runde Klasten und zuviel "Bindemittel" um noch ein Konglomerat zu sein.
Solche Gesteine, die unmittelbar aus vulkanischem Material und Lava verkittet wurden, bezeichnet man als Agglomerate ("Zusammenballungen").
 
Konglomerat im Übergang zum Agglomerat
   
Unterhalb sehen Sie beschriftete Ausschnitte, die die einzelnen Bestandteile
besser erkennen lassen.
 
 
 
Ausschnitte
 
Rhombenporphyr-Agglomerat
   
Auch die nächsten beiden Geschiebe sind komplett aus vulkanischem Material des Oslograbens aufgebaut. Wir finden einzelne Feldspatkristalle (Rhomben) und Gesteinsbruchstücke, die durch eine feinkörnige Masse verkittet sind.
Solche Gesteine kann man auch als vulkanische Brekzien bezeichnen.
Als Geschiebe aus dem Oslograben sind sie nur an den Rhomben erkennbar.
Solche Konglomerate oder Brekzien lassen sich in der Regel nur bestimmen, wenn einzelne Bruchstücke einen Hinweis auf das Herkunftsgebiet enthalten.
 
Agglomerat vom Rhombenporphyr
 
Vulkanische Brekzie vom Oslograben