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Rapakiwis

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 Karte des Wiborger Rapakiwigebietes:
 
 
Finnlands größter Granitpluton liegt im Südosten.
Die an Land aufgeschlossene Fläche umfaßt etwa 18 000 Km
2.
Seinen Namen erhielt das Gestein nach der Stadt Wiborg (Vyborg), die heute in Rußland liegt.
Der Wiborgpluton ist DAS klassische Vorkommen des Rapakiwis.
Mit der Vorstellung dieser Gesteine im Jahre 1891 durch Sederholm beginnt die Geschichte der Rapakiwiforschung.
 
Das Gestein ist über weite Strecken als Wiborgit ausgebildet: Große gerundete Alkalifeldspäte, die mit einem Saum aus Plagioklas ummantelt sind.
Darüber hinaus finden sich aber auch pyterlitische Gefüge, porphyrische und gleichkörnige Granite ohne Ovoide sowie kleinkörnigen Gesteinsformen, die auf den ersten Blick nichts mehr mit dem normalen Rapakiwi zu tun haben. An einigen wenigen Stellen gibt es eine sehr dunkle Form (Tirilit).
Die überwiegende Masse des Gesteins im Wiborger Gebiet ist braun. Vereinzelt treten auch rote, weiße und grünliche Formen auf. Die dunklen Minerale im Granit sind Biotit und Hornblende.
Die Intrusion der ausgedehnten Granitmasse vollzog sich in Etappen. Vermutlich dauerte die gesamte Entwicklung um 30 Millionen Jahre. Das durchschnittliche Alter des Rapakiwis dort beträgt 1,62-1,65 Milliarden Jahre.
Es gibt zwei größere Satellitenmassive: Suomenniemi und Ahvenisto.
Der Rapakiwi wird von Gesteinen aus der Basaltfamilie begleitet. Am Rande und inmitten des Granits finden sich Anorthosite bzw. Gabbros. Mehr dazu finden Sie in der Einleitung "Was sind Rapakiwis?"
 
Die Landschaft ist flach, die Aufschlußsituation teilweise schwierig. Hier und da finden sich aber auch etwas hügelige Landstriche, in denen man gute Gelegenheiten hat, anstehendes Gestein zu sehen.
Auf der Insel Hogland (Rußland), ehemals Suursaari, gibt es das einzige nennenswerte Vorkommen an Vulkaniten. Die dortigen Quarzporphyre stellen den letzten erhaltenen Rest des einstmals vermutlich weiträumig vorhandenen Vulkanismus dar, der mit der Intrusion des Rapakiwis verbunden war.
 
Die Gletscherschrammen auf dem Grundgebirge weisen einheitlich nach Südosten.
 
Karte des Wiborgitmassivs_map of Wiborg Rapakivi