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Basalt: 
Basalte sind vulkanische Gesteine.
Sie sind meist dunkel oder schwarz und bestehen überwiegend aus Plagioklas und dunklen Mineralen. Wegen ihres Reichtums an Mineralen, die Eisen und Magnesium enthalten, bezeichnet man Gesteine aus der Basaltfamilie auch als "mafische Gesteine" oder auch als "basisch" (bezogen auf den geringen Quarzgehalt).
Kühlt ein Magma mit basaltischer Zusammensetzung langsam ab, entsteht meist ein Gabbro.
 
"Basalt" ist der Name für eine ganze Gesteinsgruppe, die in sich mehrere, zum Teil sehr unterschiedlich zusammengesetzte Gesteine vereint.
Basalte werden nach ihrer chemischen Zusammensetzung oder nach dem geologischen Rahmen, in dem sie auftreten, klassifiziert. Kriterien für diese Unterscheidungen sind zum Beispiel der Gehalt an Feldspatvertretern (Foide) oder der Olivinanteil.
 
Basaltmagmen entstammen dem oberen Erdmantel und stellen Teilschmelzen des dort vorhandenen Gesteins (Peridotit) dar.
Basaltische Magmen sind wegen des geringen Quarzgehaltes sehr beweglich - gelegentlich fast so dünnflüssig wie Wasser. Daher können sie schnell aufsteigen. Manchmal werden dabei Fragmente des Peridotits aus großer Tiefe mitgerissen. Wir finden sie als Olivinklumpen im Gestein.
 
Wie alle Vulkanite kühlt der Basalt an der Erdoberfläche sehr schnell ab und hat deswegen ein dichtes Gefüge. Manchmal finden sich Einsprenglinge, also Kristalle, die bereits vor dem Austritt der Lava gebildet wurden. Dunkle Einsprenglinge sind oft Augit, gelegentlich kommen auch Amphibole vor.
Helle, meist längliche Kristalle im Basalt sind in der Regel Plagioklase.
Solche Gesteine, in denen eine erkennbare Kristallbildung begonnen hat, werden in Skandinavien als "Diabas" bezeichnet. Nach der heute gültigen Klassifizierung werden diese Gesteine "Dolerit" genannt.
Die Grenze zwischen "Basalt" und " Diabas (Dolerit)" ist unscharf.
 
Schonenbasalt:
 

Schonen ist die südlichste Provinz in Schweden. Dort gab es im Jura diverse Vulkane, die Basalt förderten. Die Reste der Vulkankegel sind als flache, oft bewaldete Kuppen im aufgeräumten Südschweden leicht zu finden. Das Gestein erscheint regelmäßig im Geschiebe. Schonenbasalt ist fest und zäh, schwarzgrau und hat ein dichtes oder sehr feinkörniges Gefüge ohne Einsprenglinge. Die Oberfläche kann kleine Löcher aufweisen. Eingeschlossene Gasbläschen haben sie kurz vor der Erstarrung der Lava erzeugt.

 

   Schonenbasalt. Geschiebe aus Groß Pampau, Schleswig-Holstein.

Schonenbasalt als Geschiebe
 
Eine bekannte Eigenschaft von Basalten ist die Säulenbildung.
Basaltsäulen sind das Resultat der Schrumpfung der Gesteinsmasse beim Erkalten.
Auch im Basalt in Schonen haben sich Säulen gebildet, jedoch sind durch die Erosion alle Geschiebe so stark gerundet, daß erkennbare Säulenbruchstücke kaum auftreten. Deshalb zeige ich hier Basalt aus Deutschland.
Basalt, Sälen in Deutschland

Eine Anordnung von Säulen wie hier oben bezeichnet man als "Meilerstellung".
Auch das untere Bild zeigt Basalt aus der Rhön - diesmal vom Gangolfsberg.
Beide Bilder wurden mir freundlicherweise von Herrn H. G. Rüdiger zur Verfügung gestellt.
Der Durchmesser der abgebildeten Säulen liegt bei etwa 20 cm.

Stirnflächen von Basaltsäulen aus der Nähe

Gelegentlich enthalten die Basaltgeschiebe aus Schweden grünlichgelbe Klümpchen. Dabei handelt es sich um Olivin, der beim Aufsteigen der Lava mit nach oben gerissen wurde. Da dieses Mineral sehr schnell verwittert, ist es an der Oberfläche oft zersetzt. Schlägt man Geschiebe mit größeren, rostigen Löchern auf, kann man mit etwas Glück frischen Olivin sehen.
 
Beachten Sie die Bruchfläche im nächsten Bild. Sie ist typisch für zähe, harte und feinkörnige Gesteine.
Schonenbasalt mit Olivin aus Klütz (Ostsee), Bruchfläche.
Basalt mit Olivin, Geschiebe aus Schweden

Unten:
Außenseite eines olivinführenden Basaltgeschiebes.

Basalt mit Olivin
 
Das Mineral Olivin ist eine Mischung aus zwei Silikaten, die Magnesium bzw. Eisen enthalten. Olivin besteht aus Forsterit (Mg
2SiO4) und Fayalit (Fe2SiO4). Die grüne Farbe hängt dabei vom Gehalt an Eisen ab. Viel Fayalit macht einen dunkleren und grüneren Olivin.
Die auffälligen Einsprenglinge in den Basalten bestehen aus Zusammenballungen kleinerer Kristalle.
Außer dem eigentlichen Olivin enthalten die Klümpchen jedoch noch andere Minerale, wie z.B. Chromspinell.
Deswegen könnte man die Olivinknollen in Basalten auch als "Peridotitxenolithe" bezeichnen. ("Fremdgesteinseinschlüsse aus Peridotit") 
  Unten: Frischer Olivin aus einem französischem Basalt aus der Auvergne.
frischer Olivin

 
Davon ein Ausschnitt:

Olivin Nahaufnahme
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Basalt im Wasser: Kissenlava
Gar nicht selten tritt Basaltlava unter Wasser aus. Das ist zum Beispiel an allen Spreizungszonen der großen Lithosphärenplatten in den Weltmeeren der Fall.
Aber auch bei einem ganz normaler Vulkanausbruch kann sich Lava in einen See ergießen.
 
Wenn flüssiger Basalt mit einer Temperatur von etwa 1000 °C im Wasser innerhalb von Sekunden abkühlt, bilden sich ganz typische, rundlich-schlauchförmige Gebilde. Sie werden als Kissen (englisch: "pillows") bezeichnet, die ganze Lava als Kissenlava.
Die Oberfläche dieser Kissen besteht aus Gesteinsglas, das teilweise abplatzt. Darunter, im Inneren der schlauchförmigen Gebilde, bleibt die Lava etwas länger fließfähig.
Da der Zustrom von flüssigem Gestein weitergeht, verlängert sich der Schlauch ständig, manchmal platzt er seitlich auf und wächst dann in der neuen Richtung weiter.
Die Bildung dieser Kissen ist unter Wasser gefilmt worden. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Lava ausdehnt und ständig neue Kissen und Schläuche bildet, ist eindrucksvoll. Metergroße Gebilde entstehen innerhalb weniger Sekunden.
 
Um solche Kissenlava zu sehen, muß man nicht ins Wasser.
Im Harz, südlich von Sankt Andreasberg und an der Bundesstraße 27 südlich von Braunlage finden sich mehrere Aufschlüsse direkt an der Straße, die sehr schöne Kissenlaven zeigen.
Sie entstanden im Devon, als diese Gegend ein Meeresboden war.
 
Das Bild zeigt Kissenlava südlich von Sankt Andreasberg (Im Wäschegrund).
Der Aufschluß ist mehrere Meter hoch, der Durchmesser der Kissen liegt etwa zwischen 30 cm 60 cm. Oben rechts sind sie besonders deutlich.
Kissenlava im Harz

 Hier noch eine Nahaufnahme, die die Berührung von drei Kissen zeigt. Trotz des Alters von über 350 Millionen Jahren kann man im dreieckigen Zwischenraum deutlich den dünnen Abschreckungssaum erkennen. Das ehemalige Glas dürfte aber inzwischen umgewandelt sein.
Die Kissen haben einen Durchmesser von etwa einem halben Meter.

Detail Kissenlava