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Bohuslän-Granit:

Die Provinz Bohuslän liegt ganz im Westen Schwedens an der Kattegatküste.
Dort steht dieser eher unauffällige Granit auf großer Fläche an und reicht bis nach Norwegen hinein.
Das Gestein ist auch heute noch ein geschätzter Werkstein, der in Steinbrüchen abgebaut wird. Man kann diesen Granit daher im Geschiebe ebenso wie als Straßenpflaster oder als Dekorgestein finden. Der Hamburger Rathausmarkt zum Beispiel bietet die Möglichkeit, eine besonders farbige Variante zu studieren. Dort sind die polierten Steinbänke und die sechseckigen Begrenzungen aus Bohus-Granit.
Im Geschiebe findet sich dieser Granit meist in einer unauffälligen, gleichkörnigen und bräunlichen Ausbildung.
Das erste Bild zeigt ein Geschiebe vom Stohler Ufer nordwestlich von Kiel.
(Polierte Fläche)
 

Bohus-Granit

Im Anstehenden kommt dieser Typ zum Beispiel in Hunnebostrand vor.
(Diese und die nächsten Proben stammen aus der Sammlung von Peter Jacobi, Delingsdorf.) 

Bohus-Granit aus Hunnebostarnd

Der Ausschnitt zeigt die bräunlichen Alkalifeldspäte.
Dazu hellgraue bis leicht grünliche Plagioklase. Die Quarze sind klein und graubraun.
Nur wenige dunkle Minerale. 

Bohuslängranit

Eine ganz ähnliche Form kommt aus Grebbestadt.

Bohusgranit aus Grebbestadt


Es gibt aber auch porphyrische Ausprägungen, bei denen die Alkalifeldspäte
größer und teilweise auch kräftiger gefärbt sind.
Zuerst eine Probe aus Rässö.
 
Bohus-Granit aus Rässö

Bohus-Granit aus Rässö

Zuletzt noch eine Nahaufnahme, die ich am Rathausmarkt in Hamburg gemacht habe. Die Sitzbänke und die Poller mit den polierten Halbkugeln an der Oberseite zeigen das folgende Gefüge eines besonders schönen Bohuslän-Granits. Rötlich die Alkalifeldspäte, grünlichgelb die Plagioklase.
Die Quarze sind rauchbraun. 

Bohuslängranit in Hamburg