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Karlshamn-Granit: 
Das Gestein stammt aus Blekinge, im Südosten Schwedens gelegen.
 
Dieser Granit gehört zu den grobkörnigen und ist im Geschiebe recht leicht zu erkennen. Die Alkalifeldspäte sind rötlich bis fleischfarben und ein großer Teil von ihnen ist als Karlsbader Zwilling ausgebildet.
Oft zeigt das Gefüge eine leichte Einregelung, d.h. daß die länglichen Feldspäte in etwa parallel oder zumindest in einer Richtung liegen. Im Bruch zeigen sich gelegentlich Deformationen: Die Spaltflächen der Alkalifeldspäte sind nicht ganz eben, sondern leicht verbogen.
Auffällig ist der zuweilen hohe Anteil an Biotit, der sich in Streifen zwischen den Feldspäten findet. Biotit und Feldspäte bilden zusammen ein kontrastreiches Gefüge.
 
Der Plagioklas ist heller als der Alkalifeldspat - eine Farbverteilung, die sich oft in Graniten findet. Auf den Fotos ist der Plagioklas das helle bis gelbliche Mineral, das zwischen den großen Alkalifeldspäten und dem Biotit zu finden ist.
 
Der Quarz, gut erkennbar an seinem Glas- bis Fettglanz, tritt in bräunlichen, grauen und leicht bläulichen Farben auf.
 
Karlshamn-Granit ist (ebenso wie die Granite von Bornholm) "etwas" jünger als das svekofennische Umgebungsgestein. Er wurde vor etwa 1,45 Ga. während der dano-polonischen Orogenese gebildet. Sie ist ein Zwischenglied zwischen der svekofennischen und der svekonorwegischen Gebirgsbildung. Die dazu gehörenden Gesteine finden sich nur in Blekinge und auf Bornholm.
 
Die erste Probe stammt aus der Gegend von Göljahult, westlich von Eringsboda im Nordteil von Blekinge.
 

Karlshamn-Granit, anstehend

Hier ein Ausschnitt aus diesem Gestein. Die Ein-Euro-Münze hat 22 mm Durchmesser.

Detail vom Karlsham-Granit
Achtung: 1MB!

Das folgende Handstück stammt direkt vom Rastplatz an der Autobahn, knapp westlich von Ronneby.
Auffällig die großen Alkalifeldspäte, typisch für Karlshamn-Granit.

grobkörniger Karlshamn-Granit
Achtung: 1MB

Auch hier wieder ein Ausschnitt. Abgebildet ist der obere Teil der Probe. (Die Münze hat einen Durchmesser von 16 mm.)

Detail vom Karlshamm-Granit

Achtung: 1MB

Das dritte Stück wurde mir von Herrn A. P. Meyer aus Berlin überlassen. Es stammt ebenfalls vom Rastplatz Galtsjön an der Autobahn (westlich Ronneby), wurde aber etwa 500 Meter östlich davon genommen.
Auffällig ist hier der hohe Biotitanteil, der das gestreckte Gefüge betont.
 
Der Quarz ist dunkler als im oberen Beispiel. Oben ist er hell, fast wasserklar, hier unterhalb bräunlich.
 
Der Plagioklas ist nur etwas gelblich, teilweise fast weiß.
 

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