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Garberg-Granit:

Dieser Granit ist leicht zu erkennen. Seine typischen Merkmale sind (vier)eckige Plagioklase, die kontrastreich von der roten bzw. rotvioletten Grundmasse abstechen. Teilweise haben diese Plagioklase einen rosa Kern aus Kalifeldspat.
Garberg-Granit hat ein porphyrisches Gefüge.
Der Garberg-Granit ist eng mit dem Bredvad-Porphyr verwandt. Beide Gesteine entstammen dem gleichen Magma. Der Garberg ist das in der Tiefe schön auskristallisierte Tiefengestein, während der Bredvad-Porphyr als Ergußgestein an der Erdoberfläche oder dicht darunter wesentlich schneller abkühlte.
Granit und Porphyr gehen ineinander über.
 
Ein besonderes Merkmal sind die graphische Verwachsungen (mit der Lupe zu erkennen). Die graphischen Verwachsungen bestehen aus kleinen Quarzen, die innerhalb der Grundmasse im Alkalifeldspat stecken.
Mit so einem Gefüge rückt dieser Granit in die Nähe der Rapakiwis.
Ebenso wie bei Rapakiwis gibt es im Garberg-Granit neben den graphischen Verwachsungen auch einzelne größere Quarze ("Tropfenquarz"), mithin eine zweite Generation von Quarz, die älter ist.
Diese Nähe zum Rapakiwi teilt der Garberg-Granit mit dem Siljan-Granit, der in der gleichen Gegend ansteht. Beide werden nicht als richtige Rapakiwis geführt, sind aber wohl als Vorläufer bzw. Frühformen zu betrachten.
 
Das erste Bild zeigt ein Geschiebe aus Klütz, Ostsee.
 
Garberg-Granit


Das nächste Bild zeigt ein Geschiebe aus der Nähe von Schwerin.
Garberg-Granit


Unterhalb sehen Sie einen Ausschnitt:

Detail vom Garberg-Granit

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