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Öje - Diabas:
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Dieses Gestein stammt aus dem Westteil von Dalarna in Mittelschweden und repräsentiert eine "späte" vulkanische Episode. Während die Menge der magmatischen Gesteine in Dalarna am Ende der svekofennischen Gebirgsbildung entstanden (ca.1.7 Ga), stammt dieser Diabas aus einer Zeit ca. 1.2 Ga vor heute.
Die Abtragung des Gebirges war weit vorangeschritten und hatte dicke Sandsteinablagerungen geschaffen. Diese wurden von einem Basalt überflutet: dem Öje - Diabas.
 
Die Grundmasse ist im frischen Bruch schwarzgrün und leicht körnig, nicht so dicht wie bei den meisten anderen Diabasen.
Der typische Öje-Diabas hat einen auffälligen grünlichen Farbstich.
Der Grünstich ist in der Grundmasse ebenso wie in den Plagioklaseinsprenglingen vorhanden.
Ein weiteres, leicht zu merkendes Detail sind kleine dunkle Mineraleinschlüsse innerhalb der Plagioklase. Dabei handelt es sich um Chlorit und Epidot.
 
Im angewitterten Zustand ist der Farbstich kaum zu sehen und das Gestein ist insgesamt recht hell. Im ersten Bild sehen Sie einen Abschlag eines Geschiebes, an dem frischer Bruch und angewitterte Oberfläche nebeneinander zu sehen sind.
 
Öje Diabas
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Im Öje-Diabas finden sich oft auffällig schöne Plagioklaszwillinge.
Die Zwillingsstreifung ist hier auf dieser Probe unter anderem in dem großen Einsprengling oben links zu sehen.
Unten finden Sie diese Stelle nochmals vergrößert und in Reflexionsstellung abgebildet.
Plagioklaszwillinge in der abgebildeten Form sind wichtige Merkmale zur makroskopischen Bestimmung der Feldspäte.
Einzelheiten finden Sie im Abschnitt: Einführung in die Gesteinsbestimmung - Zwillinge.
 
Polysynthetische Zwillinge im Öje-Diabas
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Das nächste Bild zeigt ein kleines Geschiebe aus dem Norden Hamburgs (Kiesgrube in Jersbek).
Die Oberfläche ist poliert und die Einlagerungen von dunklen Minerale innerhalb der Plagioklase sind gut zu erkennen.
 
Oeje-Diabas in Anschnitt
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Zuletzt noch ein Geschiebe aus der Kiesgrube Oderberg bei Berlin.
Das Stück wurde mir von Jan Kottner aus Berlin überlassen.
 
Öje-Diabas aus der Kiesgrube Oderberg
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Nochmals der Hinweis zur Bezeichnung "Diabas": Im skandinavischen Sprachgebrauch werden alle Gesteine aus der Basaltgruppe, sofern sie Kristalle gebildet haben, als "Diabas" bezeichnet.
Das ist ein vom deutschen Sprachgebrauch abweichende Gepflogenheit.
Die gleichen Gesteine würden hierzulande als "Dolerite" bezeichnet.
 
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