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Åland-Granit:
Åland ist als Heimat eines häufig zu findenden Rapakiwis in der Geschiebekunde bekannt. Im Anstehenden macht der Rapakiwi mit den markanten "Augen" nur einen Teil des Gesteins aus - grob geschätzt etwa ein Drittel. Der ganze Rest sind andere Ausprägungen des gleichen Granitmagmas, allerdings mit sehr unterschiedlichen Gefügen. In dieser Hinsicht ist Åland besonders reichhaltig. In keinem anderen Rapakiwipluton gibt es auf kleiner Fläche so viele verschiedene Varianten von Granit.
Der hier abgebildete Åland-Granit ist sozusagen die Grundform. Ihm fehlen nur die runden Augenringe, alle anderen Merkmale teilt er mit dem klassischen Rapakiwi. Insbesondere finden wir wieder die für die Insel typische braunrote Farbe. Die Masse des Gesteins wird von einem hell-fleischfarbener Alkalifeldspat eingenommen. Er tritt in Kristallen von wenigen Millimetern bis knapp einem Zentimeter auf. Die Kristalle zeigen perthitische Entmischungen und haben oft Risse, die mit rötlichem Hämatit durchzogen sind. Der Plagioklas ist etwas dunkler und von brauner Farbe.
Quarz tritt, wie in allen Rapakiwis, in zwei Generationen auf. Die erste
Generation bildet die gerundeten, meist deutlich größeren Quarze. Im Bild ist
einer fast genau in der Mitte zu sehen. Die meisten Quarze sind entstammen
jedoch der zweiten Generation. Sie stecken mitten im Alkalifeldspat und zwischen
den Mineralen. Viele von ihnen haben gerade Kanten, sie sind idiomorph.
Das Gestein ist ausgesprochen fest und zäh. Es wird auf Åland im Straßenbau eingesetzt und ist für den roten Farbton des Straßenbelags verantwortlich.
Das Bild zeigt einen polierten Schnitt, die Probe hat auf der Åland-Karte die
Nr. 48.
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Der Ausschnitt unterhalb zeigt das typische Gefüge mit den Quarzen inmitten der Alkalifeldspäte.
Oben der gerundete größere Quarz.
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Das dazu passende Geschiebe sehen Sie hier.
Der Stein stammt von der Ostseeküste bei Travemünde, könnte aber überall gefunden werden, wo es Ålandgesteine gibt.
Die Probe wurde naß fotografiert.
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