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Lellainen-Rapakiwi:
 
 
 
Die hier unter dem Namen "Lellainen-Rapakiwi" vorgestellten Gesteine stammen aus dem Laitilamassiv im Südwesten Finnlands.
 
Der kleine Ort "Lellainen" liegt im östlichen Teil des Laitilaplutons.
Westlich von Lellainen befindet sich der See „Koskeljärvi", etwas östlich davon das Ufer des sehr großen „Pyhäjärvi" („Heiliger See").

Die Ziffern geben Herkunftsorte der hier abgebildeten Proben an.
 
Karte vom Gebiet um Lellainen
 
 
Der Lellainen-Rapakiwi ist als Leitgeschiebe für den östlichen Teil des Laitilagebietes geeignet. Das Gestein enthält Blauquarze und grünen Plagioklas.
Der vorherrschende Alkalifeldspat kann unterschiedlich gefärbt sein: Meist ist er gelblichbraun bis fleischfarben, gelegentlich auch rötlich.
Das Gefüge ist bei allen meinen Proben pyterlitisch, d. h. es gibt keine Plagioklassäume um die Feldspäte. Statt dessen sind die Alkalifeldspäte von Blauquarzen umgeben. Diese Blauquarze sind teilweise idiomorph, teilweise gerundet.
Die grünen Plagioklase finden sich neben den Quarzen im Raum zwischen den großen Alkalifeldspäten. Quarze und Plagioklase sind etwa gleich groß.
 
Das erste Bild zeigt die Probe 180 südlich von Lellainen. Polierter Schnitt.
 
Lellainen-Rapakiwi
 
 
In diesem Gestein sind die Quarze aus beiden Generationen blau.
Im Bild oben ist etwa in der Bildmitte ein gerundeter Quarz der ersten Generation zu sehen, dessen Blaufärbung nur mäßig ist.
Im Ausschnitt unterhalb sehen Sie die kleineren Quarze der zweiten Generation, deutlich intensiver blau. Der Farbton wird zum Kern der Mineralkörner hin kräftiger.
Die blaßbräunlichen großen Kristalle sind die Alkalifeldspäte, die Plagioklase sind in dieser Probe grünlichgrau.
 
Ausschnitt vom Lellainen Rapakivi
 
  
Die nächste Probe (185) stammt aus dem Gebiet südlich von Hinnerjoki und zeichnet sich durch eine schön ausgeprägte Grünfärbung der Plagioklase aus.
 
Lellainen-Rapakiwi
 
  
Das Gestein hat das klassische Pyterlitgefüge.
Es gibt praktisch keine Grundmasse.
Die großen Alkalifeldspäte (braun) sind von Blauquarzen und grünen Plagioklasen umgeben.
Das dunkle Mineral ist Biotit.
 
 
  
Die nächste Probe (179) gehört zu den farbenfrohesten Gesteinen, die mir überhaupt in Finnland begegnet sind.
Auch hier sind alle Kennzeichen des Lellainen-Rapakiwis vorhanden. Besonders kontrastreich wirkt die rötlich Tönung der Alkalifeldspäte und die kräftig milchigblaue Färbung der überaus reichlichen Quarze.
Der Plagioklas hat einen etwas stumpfen Grünton, die Ränder der Körner sind aufgehellt.
 
 
  
Auch hier eine Vergrößerung:
 
Lellainen Rapakiwi mit Blauquarzen
 
 
Sollten Sie dieses Gestein als Geschiebe finden, bitte ich um eine Nachricht.
 
Zuletzt noch eine Variante mit deutlich verändertem Gefüge.
Die Alkalifeldspäte haben zwar keinen Plagioklassaum (es ist also noch ein Pyterlit), aber das Gestein zeigt schon Grundmasse mit graphischen Verwachsungen.
Die Probe (187) stammt vom Ort Vaaljoki am Südwestende des Koskeljärvi.
 
 
  
Große, teilweise gerundete Alkalifeldspäte werden begleitet von gerundeten Blauquarzen und grünen, ebenfalls gerundeten Plagioklasen.
Zusätzlich finden wir eine Grundmasse aus Alkalifeldspat mit graphischen Verwachsungen. Hier ist der Quarz nur teilweise blau, auch hellgraue Farben kommen vor.
 
Die gezeigten Bilder illustrieren die Vielfalt an Gefügeformen, die sich unter einem Begriff "Lellainen-Rapakiwi" versammeln.
Die gemeinsamen Merkmale (Blauquarze, grüne Plagioklase) finden sich in allen Proben.