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Kökar-Rapakiwi. Teil 2
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Probe von Fritz Mende, 1924, Söderharu.
Breite etwa 15 cm.
Die gelblichen Minerale sind weitgehend umgewandelter Plagioklas.
Zum Teil sind in den inneren Teilen noch Reste vom Rotbraunen erhalten.
Der Alkalifeldspat findet sich auch hier in großen Einzelkristallen und vielen kleineren, die oft als Karlsbader Zwillinge auftreten.
Die Quarze (2. Generation) sind grau bis bräunlich, dazu kommen die Blauquarze der 1. Generation.
Das Gestein führt tiefschwarzen Biotit.
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Die Breite des fast würfelförmigen Kristalls beträgt 2 cm.
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Auch hier ein Ausschnitt.
Die Probe von Norrharu ist weniger stark porphyrisch und sie enthält weniger Blauquarz. Die Farben der Quarze reichen über schwarz und grau bis milchigtrübe.
Auch der Anteil der Karlsbader Zwillinge ist geringer.
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Zum Abschluß noch ein Geschiebe, das einfach perfekt das Gefüge aus dem Anstehenden aufweist.
Es liegt am Strand südlich von Saßnitz auf Rügen.
Die Breite des Ausschnitts ist etwa 30 cm.
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Der Rapakiwi von Kökar ist bereits in den dreißiger Jahren unter dem Namen "Hindenburg-Granit" bekannt geworden. Hintergrund war die Verwendung eines Großen Findlings aus dem Samland (Ostpreußen) in der damaligen Gedenkstätte Tannenberg beim Begräbnis von Hindenburg.
Den dazu erschienene Artikel in der "Zeitschrift für Geschiebeforschung und Flachlandsgeologie" von 1936 habe ich bei den historischen Texten zur Verfügung gestellt.
Den Text ist unkommentiert und ungekürzt, damit sich jeder selbst eine Meinung bilden kann.
In meinen Augen handelt es sich um ein interessantes Dokument seiner Zeit. Es geht neben Politik auch um ganz praktische Probleme und interessante Details.
Zuletzt noch ein Hinweis zur Aussprache.
"Kökar" wird im Schwedischen "Chökar" (mit Betonung des "ö") gesprochen.