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Skizze der größten Vereisung in Mitteleuropa (vereinfacht):

Sie sehen in grau die Fläche der glazialen Bedeckung.
Dieses Gebiet war während der Kaltzeiten von Eis bedeckt. In die südlichsten Teile sind die Gletscher zum Teil nur ein einziges Mal vorgedrungen, zumeist während der ersten, der Elster-Eiszeit.
In den mittleren Teilen Deutschlands sind Ablagerungen aus zwei Eiszeiten zu finden (Elster und Saale). Im nördlichen und nordöstlichen Deutschland liegen die Ablagerungen aus drei Vereisungsperioden (Elster-, Saale- und Weichsel-Eiszeit)

Die rote Linie setzt sich aus Randlagen der Gletscher während der Elster- und der Saalevereisung zusammen. Diese maximale Südausdehnung des Eises ist zugleich die Feuersteinlinie. Nördlich davon liegt das Geschiebe aus Skandinavien.
   
Im Gelände ist das Vorkommen von Feuerstein ein sicherer Hinweis dafür, daß Sie nordisches Geschiebe unter Ihren Füßen haben und sich in einer glazial geprägter Landschaft befinden. Bedenken Sie jedoch, daß die nordwärts fließenden Flüsse nach der letzten Eiszeit und in den Warmzeiten dazwischen viel Material aus dem Süden in Richtung Norden und Westen transportiert haben. Diese südlichen Gerölle (Flußtransport) und die nördlichen Geschiebe (Eistransport) sind in manchen Landschaften miteinander vermischt.
Einige Hinweise zum Erkennen der südlichen Gerölle finden Sie hier.

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Die Karte wurde umgezeichnet und vereinfacht nach: Die nordischen Vereisungen in Mitteleuropa, 1:1 000 000
Zeichnung: IVIS-Verlag, Berlin 1973. Druck: Institut für angewandte Geodäsie, Frankfurt am Main 1980  Entwurf: Prof. Dr. Herbert Liedke, 1969