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 . Schonengranulit:
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Granulite sind Gesteine, die durch Druck und erhöhte Temperaturen verändert ("metamorph überprägt") sind. Diese Umwandlungen sind am verformten Gefüge und im Mineralbestand ablesbar.
Beim Schonengranulit ist es der Quarz, welchem die Aufmerksamkeit gilt.
Da er als druckempfindliches Mineral seitlich ausweicht, hat er die Form flacher Linsen (oder Platten) angenommen. Je nach Blickrichtung auf das Gestein ist Form der Quarze verschieden.
Schonengranulit stammt aus dem Südwesten / Westen der Provinz Schonen.
Geologisch eingeordnet: Aus der südwestschwedischen Gneisregion.
Dieses Gebiet wurde während der svekonorwegischen Gebirgsbildung vor ca. einer Milliarde Jahre überprägt.
 
Allgemein sind Granulite über die Minerale und das Gefüge definiert.
Die Beschränkung auf den Quarz ist normalerweise nicht ausreichend und hier nur im Bezug auf schwedische Gesteine zulässig, da Granulite im norddeutschen Geschiebe in der Regel aus dem Südwesten Schonens stammen.
Granulite aus anderen Herkunftsgebieten wie zum Beispiel dem sächsischen Granulitgebirge sehen daher anders aus und enthalten auch typische Minerale der Granulitfazies (Disthen, Sillimanit etc). Ein Beispiel sehen Sie ganz unten.
 
Das Geschiebe stammt aus Elmenhorst bei Hamburg, polierte Fläche.
 
Granulit im Geschiebe
 
Ausschnitt unten: Die Quarze (Pfeile) sind seitlich angeschnitten und erstrecken sich in Längsrichtung quer im Bild.
 
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Schonengranulit
 
Ganz unten: Zum Vergleich ein Granulit aus dem sächsischen Granulitgebirge. Das Handstück führt Disthen (die blauen Einsprenglinge) und ist wesentlich feinkörniger. Die deformierten Quarze liegen in sehr kleinen Körnern vor.
 
Fundort: westlich von Chemnitz (Bildbreite ca. 8 cm). Polierter Schnitt.
 
Granulit aus Sachsen
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