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Gesteine von Schwedens Süd- und Westküste
Hinweis zur Bestimmung
    Bohuslän-Granit:
Der jüngste der hier versammelten Granite. Er gehört zu den svekonorwegischen Gesteinen und ist etwa 900 Millionen Jahre alt.
Das Gestein stammt von der schwedischen Küste am Kattegatt.
 
       
    Varberg-Charnockit stammt zumeist aus dem  Küstengebiet bei Varberg. Mit seinem grünschwarzen Farbton ist er gut zu identifizieren. Das Gestein war höchsten Belastungen ausgesetzt. Weiter südlich in Halland und Schonen gibt es weitere kleine Vorkommen. Trotzdem ist dieses Gestein recht selten zu finden.  
       
    Flammen-Pegmatit:
Dieses Leitgeschiebe stammt aus dem südwestschwedischen Gneisgebiet, aus der Provinz Halland. In diesem Landstrich, südlich von Varberg, finden sich Pegmatite in verschiedenen Stadien der Deformation.
 
       
    Granatcoronit:
Ein interessantes Leitgeschiebe aus dem südwestschwedischen Gneisgebiet. Das Gestein zeichnet sich durch auffällige Säume aus kleinen Granaten aus. Trotz der hohen Drücke, denen das Gestein ausgesetzt war, ist das Gefüge undeformiert.
 
       
    Plagioklasschlieriger Granatamphibolit:
Metamorphe Gesteine gibt es in Skandinavien in verschiedenen Gebieten. Diese bessondere Form der Granatamphibolite aus dem Südwesten Schwedens lassen sich im Geschiebe gut erkennen.
 
       
    Basalt aus Schonen:
Wie alle Basalte ein eher unauffälliges Gestein. Basalte bilden den Hauptteil aller an der Erdoberfläche auftretenden Vulkanite und sind das Ausgangsmaterial für die allermeisten Laven. Das Stammgestein schlechthin.
 
       
    Schonen-Granulit: Granulite sind Gesteine, die bei Druck und erhöhten Temperaturen metamorph überprägt worden sind. Diese Umwandlungen sind im Gefüge und den Mineralen ablesbar. Insbesondere der Quarz ist in diesem Fall das Mineral, welchem die Aufmerksamkeit gilt.  
       
    Karlshamn-Granit:
Stammt aus der Südostecke Schwedens, aus Blekinge. Sein besonderes Merkmal ist der Reichtum an Karlsbader Zwillingen, einer Zwillingsbildung, an der man Kalifeldspäte von Plagioklasen unterscheiden kann.
 
       
    Kullaite: Ein Kullait ist ein Ganggestein, der aus der Mischung basaltischer und heller, feldspatreicher Schmelzen hervorging. Die meisten dieser überaus selten zu findenden Gesteine stammen aus der Tornquist-Zone in Schonen, sie kommen aber auch auf Bornholm und in Norwegen vor.  
         
 Småland - Dalsland
       
    Påskallavik-Porphyr: Ein ausgesprochen einprägsames Gestein, das leicht zu erkennen ist. Markant sind die gerundeten, deutlich abgesetzten Kalifeldspateinsprenglinge. Benannt ist dieses Gestein nach der Ortschaft Påskallavik ("zur windigen Bucht") an der småländischen Ostküste.  
       
    Emarp-Porphyr ist dem Påskallavik-Porphyr eng verwandt. Beide gehören zur Gruppe der häufiger zu findenden småländischen Porphyre. Seine dichte Grundmasse ist allerdings heller, oft von einem warmen Braunton. Die Blauquarze sind etwas seltener.  
       
    Götemar-Granit. Bei diesem grobkörnigen, rotbraunen Gestein handelt es sich um einen der beiden südschwedischen Rapakiwis. Der Granit zeichnet sich durch ein pyterlitisches Gefüge mit gut entwickelten graphischen Verwachsungen aus.  
       
    Uthammar-Granit ist nach der Ortschaft Uthammar bei Figeholm an der Ostseeküste benannt. Der dort anstehende Granit wurde als Werkstein genutzt. Ebenso wie der benachbarte Götemaren-Granit ist dieses Gestein grobkörnig und undeformiert. Er zeigt aber interessante Unterschiede im Gefüge.  
       
   

Blå Jungfrun: Schwedens südlichster Rapakiwi ist gleichzeitig ein besonders schöner Granit, der aus großen rotbraunen Alkalifeldspäten und viel Quarz besteht. Die gleichnamige Insel liegt zwischen Öland und der Küste Smålands.

 
       
    Vånevik-Granit. Dieser Granit stammt aus Ostsmåland. Vånevik liegt an der Küste, südlich von Oskarshamn. Das Gestein wurde lange als Werkstein abgebaut und vielfältig verwendet. Oft enthält es Blauquarz.  
       
    Järeda-Granit ist leicht zu erkennen und im Geschiebe nicht selten. Ein schöner Granit aus Småland, der regelmäßig Blauquarz enthält. Die dunklen Minerale umfließen die beige-braunen Alkalifeldspäte, die zusätzlich oft gerissen sind.  
       
    Småland-Ignimbrit aus Idekulla: Dieser Vulkanit stammt aus dem nördlichen Småland. Er ist ein besonders schön gezeichneter Ignimbrit. Viele seiner Kollegen, die sich mit den Graniten im Transskandinavischen Magmatitgürtel abwechseln, sind weniger auffällig gezeichnet.  
       
    Chiasma-Sandstein kommt vom Kalmarsund. Dieser Sandstein weist ein scheinbar paradoxes Gefüge auf. Wir sehen zwei sich gegenseitig durchdringende Streifungen im Gestein. Ganz offensichtlich kann aber ein Sand nicht gleichzeitig in zwei verschiedenen Ebenen abgelagert werden.  
       
    Västervik-Fleckengestein:
Dieses Gestein kommt von der Ostküste Smålands. Es stammt aus der Västervik-Formation, einem Gebiet mit sehr alten, metamorph überprägten Sedimentgesteinen. Das Gefüge des Fleckengesteins ist sehr abwechslungsreich gezeichnet.
 
       
    Hyperite sind tiefschwarze, basaltische Ganggesteine, die in der Protogin-Zone in kleinen isolierten Vorkommen auftreten.
Hyperit wurde bereits im 19. Jahrhundert als Werkstein abgebaut ("schwarzer Granit") und am Taberg als Eisenerz genutzt.
 
       
    Kinne-Diabas zeichnet sich durch eine gefleckte Oberfläche aus - insbesondere angewitterte Geschiebe zeigen diese Eigenheit gut.
Dieses Leitgeschiebe aus Västergötland gehört zu den Ergußgesteinen mit basaltischer Zusammensetzung.

 
   
Zu Småland gibt es einen Exkursionsbericht

 
 
 Stockholm - Värmland

    Stockholm-Granit ist ein kleinkörniger und unauffälliger Granit aus dem Küstengebiet um Stockholm. In der Hauptstadt sieht man ihn an der Autobahn mehrfach angeschnitten. Hier können Sie ihn in Ruhe ansehen.  
       
    Stockholm-Fleckenquarzit:
Quarzite sind metamorphe Gesteine. Das Ausgangsgestein für Quarzite ist Sandstein. Dieser kann durch Druck und Temperatur so verfestigt werden, daß sich die einzelnen Quarzkörner miteinander verbinden und das typische harte Quarzitgefüge entsteht.
 
       
    Arnö-Granit:
Dieser Granit stammt aus der Umgebung der Insel Arnö, die im Mälarensee westlich von Stockholm liegt. Sein Kennzeichen sind große, weiße Feldspäte in einem schwarzweißen Gestein.
 
       
    Graverfors-Granit ist ein ausgesprochen auffälliger, porhyrischer Granit aus dem Södermannland. Das Vorkommen befindet sich nördlich von Norrköping. In diesem Pluton gibt es neben einer roten auch eine schöne braune Variante, die Blauquarze führt.  
       
    Uppsala-Granit stammt aus den südlichen Mittelschweden - aus der Gegend um Uppsala. Seine Grundfarben sind schwarz und weiß. Allerdings gibt es direkt aus dem Stadtgebiet von Uppsala eine Variante mit richtig blauen Quarzen.  
       
    Vänge-Granit gehört zu den quarzreichsten Gesteinen in Schweden. Er besteht hauptsächlich aus zuckerkörnigem Quarz und rötlichem Alkalifeldspat. In Norddeutschland selten im Geschiebe, im Osten Deutschlands häufiger zu finden.  
       
    Sala-Granit gehört zu den sehr hellen Gesteinen. Sala-Granit ist manchmal fast weiß, was durch die beiden hellen Feldspäte und den Mangel an dunklen Mineralen verursacht wird. Gelegentlich führt er, wie der benachbarte Uppsala-Granit, blauen Quarz.