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Gesteine aus Dalarna
Hinweis zur Bestimmung
    Digerberg-Konglomerat: Dieses farbenfrohe und teilweise spektakulär bunte Gestein ist sicher zu bestimmen, wenn es schöne Gerölle der Dala-Porphyre enthält. In der ausführlichen Beschreibung werden verschiedene Formen vorgestellt, einschließlich der selteneren mit Sandsteineinschlüssen.  
         
    Garberg-Granit ist leicht zu erkennen. Seine typisches Merkmal sind (vier-) eckige Plagioklase, die kontrastreich von der roten Grundmasse abstechen. Teilweise haben sie einen rosa Kern aus Kalifeldspat. Das Gestein enthält graphische Verwachsungen und tritt in einer dunkelroten und einer hellen Form auf.  
       
    Siljan-Granit stammt aus dem Zentralgebiet der  Impaktstruktur vom Siljan oder aus der südlichen Nachbarschaft. Sein typisches Merkmal ist das kontrastreiche Farbspiel von kräftig rotem Alkalifeldspat und gelblichem Plagioklas. Das Anstehende zeigt allerdings nur zum kleineren Teil diese Farbverteilung.  
       
    Transtrandkonglomerat: Dieses Konglomerat ist ein Sedimentgestein, das seiner Herkunftsregion Dalarna sicher zugeordnet werden kann. Es zeichnet sich durch kleine, aber lebhaft gezeichnete Achateinschlüsse aus, die von einer bewegten Geschichte erzählen, die hinter diesem unscheinbaren Gestein liegt.  
       
    Öje-Diabas kommt aus dem Westteil Dalarnas und repräsentiert eine "späte" vulkanische Episode. Öje-Diabas zeichnet sich durch große Plagioklaseinsprenglinge aus, die oft die charakteristischen Zwillingsstreifen ("polysynthetische Verzwilligung) zeigen. Meist haben die Plagioklase einen deutlichen Grünstich.  
       
    Åsby-Diabas ist ein Gestein aus der Basaltfamilie, das ein schönes Gefüge mit einem Gitterwerk von hellen Plagioklasleisten bilden konnte. Das Gestein stammt aus Dalarna in Mittelschweden, ähnliche Diabase treten auch auf Åland und im Süden Schwedens auf.  
       

Dalarna zeichnet sich durch eine Vielfalt an Porphyren aus.
Für diese Gesteine gibt es eine separate Einleitung, die von Jan Kottner stammt.
Nach den Beschreibungen einiger typischer Porphyre aus Dalarna finden Sie weiter unten eine Zusammenstellung von 25 Geschieben. Unter der Überschrift "Ein Teller Dalarna" können Sie gemeinsame, typische Eigenschaften der Gesteine dieser Provinz erkennen.

    Das Gefüge des Venjan-Porphyrits ist im Geschiebe meist gelblich - bräunlich. Die Plagioklaseinsprenglinge sind hell, gelblichblaß, zum Teil grünlich. Kein Quarz, aber deutlich mehr dunkle Minerale als in anderen Porphyren. Es gibt zwei Vorkommen südlich des Siljansees.  
       
    Älvdalen-Porphyr:
Dieser Porphyr ist das Produkt heftiger vulkanischer Eruptionen, bei denen Glutwolken ihre Fracht in der Umgebung ablagerten.
Er steht für eine ganze Gruppe solcher Gesteine, die in Dalarna an verschiedenen Stellen vorkommen.
 
       
    Blyberg-Porphyr: Diese Porphyr gehört zu den dunklen Gesteinen aus Dalarna. Er steht hier auch exemplarisch für eine ganze Gruppe von Gesteinen, die im 19. Jahrhundert im "Porphyrwerk Elfdalen" bearbeitet wurden.  Kennzeichnend sind viele Einsprenglinge von Feldspat bei gleichzeitig fehlendem Quarz.  
       
    Bredvad-Porphyr ist im Geschiebe oft und auch weit im Süden Deutschlands zu finden. Dieser Porphyr ist rot bis rotbraun und führt einige, kaum auffallende rote Kalifeldspäte sowie kleine, blaßgrünliche, rechteckige Plagioklase. In Dalarna nimmt dieses Gestein den mit Abstand größten Anteil aller Porphyre ein.  
       
    Einsprenglingsreicher Dala-Porphyr:
Porphyre mit brauner oder rötlicher Grundmasse und meist zwei Sorten Einsprenglingen. In der Regel enthalten sie keinen Quarz und sind ausgesprochen hübsch. Oft sind die Plagioklase grünlich.
 
       
    Grönklitt-Porphyr:
Dieser Porphyr gehört zu den Leitgeschieben aus Dalarna, die regelmäßig im Geschiebe zu finden sind. Das Gestein enthält viele Einsprenglinge, keinen Quarz und markante dunkle Flecken. Es gibt kräftig rote Formen bis hin zu violettbraunen.
 
       
    Heden-Porphyr:
Dieses Gestein stammt zusammen mit dem Kallberget-Porphyr vom südwestlichen Rand des Granit- und Porphyrgebietes in Dalarna. Er enthält überwiegend Plagioklaseinsprenglinge und nur wenige Kalifeldspäte. Dieser Typ ist eher selten zu finden.
 
       
    Kallberget-Porphyr ist leicht zu bestimmen. Im angewitterten Zustand sieht die Grundmasse hell aus, während die Feldspäte von dunklem Violett bis Rotbraun sind. In der Regel enthält dieser Porphyr nur eine Sorte Einsprenglinge. Weit verbreitet, da sehr verwitterungsresistent.  
       
    Särna Quarzporphyr: In Dalarna gibt es nicht viele Porphyre, die nennenswert Quarz führen. Die beiden Farbvarianten dieses Gesteins gehören zu diesen Ausnahmen. das Gestein stammt aus dem Nordwesten Dalarnas und setzt sich in Norwegen fort. Innerhalb des Vorkommen steckt der bekannte Särna-Tinguait,.  
       
    Särna-Tinguait ist ein Ganggestein mit einer ungewöhnlichen Zusammensetzung. Es enthält keinen Quarz, dafür neben dem Alkalifeldspat noch die Feldspatvertreter Nephelin und Cancrinit sowie das auffällige Ägirin. Dieses Gestein kommt nur in einem eng begrenzten Gebiet vor und ist ein klassisches Leitgeschiebe.  
       
    Schwarzer Orrlok: Dieser Porphyr gehört zu den wenigen Porphyren Dalarnas, die eine schwarze Grundmasse haben. Sein Vorkommen ist klein, dafür ist er schön gezeichnet und steckt voller kleiner Feldspateinsprenglinge.  
       
    Ein Teller Dalarna. Hier finden Sie keine Leitgeschiebe, sondern eine Zusammenstellung von 25 Porphyren, die alle aus Dalarna stammen. Schauen Sie sich die verschiedenen Gefüge aus dem Gebiet nordwestlich vom Siljansee an.  
       
Nordschweden

    Revsund-Granit (grau und rot):
Dieser Granit hat einen weiten Weg hinter sich. Seine Heimat ist die Provinz Jämtland. Auffällig ist das grobkristalline Gefüge, das von hellgrauen/weißen Kalifeldspäten dominiert wird, die zum Teil beträchtliche Größe erreichen.
 
       
    Ångermannland-Syenitgabbro.
Dieses Gestein mit dem exotischen Namen entstand als Gemisch zweier sehr verschiedener Magmen im Zuge der Intrusion des Rapakiwis von Nordingrå. Es stammt direkt von der schwedischen Bottenseeküste.
 
       
    Sorsele-Granit: Von allen hier gezeigten Gesteinen stammt dieser aus dem nördlichsten Vorkommen. Der namensgebende Ort Sorsele liegt in Lappland, westlich von Arvidsjaur.
Auch geologisch ist dieser Granit interessant. Er stammt aus einem isolierten Vorkommen, das sich unter den Kaledoniden fortsetzt.
 
     
Sonstige Gesteine (aus ganz Skandinavien)
    Gekritztes Geschiebe:
In den eiszeitlichen Ablagerungen finden sich häufig einzelne Steine, die die Spuren des Eistransports zeigen. Geglättete und zerschrammte Flächen sind Folgen des Abschliffes der sich bewegenden Gletscher.
 
       
    Diabase sind Gesteine mit basaltischer Zusammensetzung, die es im skandinavischen Grundgebirge an vielen Stellen gibt. In der Regel handelt es sich um Ganggesteine. Sie unterscheiden sich von gewöhnlichem Basalt durch eine langsamere Abkühlung.
Das Resultat ist eine mit bloßem Auge sichtbare Kristallbildung.
 
       
    Diabas-Mandelstein:
Kein Leitgeschiebe, aber ein auffälliges Gestein, das sich aus einem gasreichen Basalt gebildet hat. Die Gasblasen, die im Gestein enthalten waren, füllten sich im Laufe der Zeit mit Mineralen. Dabei handelt es sich oft um Kalzit, aber auch Achate kommen vor.
 
       
    Jotnischer Sandstein:
Ein Sedimentgestein, das hier wegen seines Alters- mehr als 1300 Millionen Jahre - eine Sonderrolle spielt.
Sandsteine aus dieser Zeit bezeichnet man allgemein als "jotnisch". Sie kommen aus Schweden, Finnland und der Bottensee.
 
       
    Schriftgranit (Runit) ist eine mineralische Bildung, die sich unter günstigen Bedingungen in der Endphase der Erstarrung granitischer Schmelzen bilden kann. Es gibt Schriftgranit in mehr oder weniger schöner Ausbildung weltweit  
       
Metamorphe Gesteine (aus ganz Skandinavien)
    Amphibolite und Granatamphibolite:
Beide gehören zu einer auffälligen Gruppe von Metamorphiten. Lebhaft glitzernde Hornblende macht viele dieser Gesteine zu ausgesprochen schönen Stücken. Lesen Sie mehr darüber, wie man sie erkennt.
 
       
    Gneise:
Von allen metamorphen Gesteinen bilden die Gneise die mit Abstand größte Gruppe. Sie sind in Skandinavien weit verbreitet und überall im Geschiebe enthalten. Gneise sind immer alte Gesteine aus der Basis eines Gebirges.
 
       
    Granatgneise:
Granatführende Gneise sind im Geschiebe nicht selten.
Sie unterscheiden sich deutlich von den Granatamphiboliten.
Helle, granathaltige Gesteine entstehen bevorzugt aus Sedimenten oder Sedimentgesteinen.
 
       
    Cordieritgneise:
Cordierit ist neben Granat das zweite Mineral, das hin und wieder in Gneisen zu finden ist. Es läßt Rückschlüsse auf die Entstehung des Gesteins zu und zeigt in isolierten Kristallen eine verblüffende Eigenschaft: Seine Farbe hängt von der Richtung des Lichteinfalls ab.
 
       
    Helleflint:
(schwedisch: Hälleflinta = Felsenfeuerstein)
Der alte schwedische Name beschreibt das Gestein. Auffällig hart, feinkörnig und splittrig spröde. Helleflinte sind feinkörnige, metamorph überprägte Vulkanite.
 
         
    Migmatite:
Diese lebhaft gemusterten Gesteine standen an der Schwelle zur vollständigen Aufschmelzung. Sie bilden eine Sondergruppe der metamorphen Gesteine, da sich in ihnen bereits der Wechsel zu den magmatischen Gesteinen vollzieht.
 
       
    Mylonit:
Mylonite ("Mahlsteine") sind metamorphe Gesteine, deren Gefüge deutliche Spuren von Druck- und Scherbelastung zeigen.
Der Mineralverband wurde ohne Aufschmelzung im festen Zustand verformt.