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Bilder zum Selbstbau einer Naßschleifmaschine:

Ausgangspunkt ist eine elektrische Töpferscheibe.
Sparen Sie hier nicht an der Qualität. Der Antrieb muß belastbar und regelbar sein. Dazu muß die Fläche absolut eben sein und ohne jedes Spiel laufen. Die Lagerung der Scheibe und der Antrieb entscheiden hier über den Erfolg des Ganzen.
Ich
verwende eine Maschine der Firma Hoppe und Schneider (Heidelberg). Das Gerät hat sich hervorragend bewährt.

Erstes Bild unten:
Blick von oben auf die "umgebaute" Maschine.
Die große weiße Schale nimmt das Spritzwasser und den Abrieb auf.
Beides läuft durch das Loch links ab.
Auf dem Teller in der Mitte sehen Sie eine graue Diamantschleifscheibe, die auf eine dünne Stahlplatte geklebt ist. Von dieser Stahlplatte ist nur der silberne Rand zu sehen. Sie wird von einer Magnetfolie gehalten, die auf die eigentliche Töpferscheibe geklebt ist.
Der Fußschalter für die Drehgeschwindigkeit ist links unten.
  


  
Druckansicht
  
 

Das folgende Bild zeigt die wichtigen Teile nochmals aus der Nähe:
 
 
Die Magnetfolie kann man sich in der Werbe- bzw. Beschriftungsbranche besorgen. Beim Aufkleben auf absolute Sauberkeit achten und keinerlei Absätze erzeugen. Der spätere Schleifvorgang ist ausgesprochen sensibel. Beim ersten Versuch hatte ich eine zweigeteilte Magnetfolie und doppelseitiges Klebeband benutzt - mit schlechtem Ergebnis. Selbst durch die Stahlplatte hindurch übertragen sich beim Schleifen kleinste Unebenheiten.
Im zweiten Durchgang habe ich daher eine geschlossene Magnetfolie benutzt und zur Vermeidung von Unebenheiten zu Sprühkleber gegriffen. Das ging ausgezeichnet. Die magnetische Seite zeigt natürlich nach oben.
  
Die Trägerplatten sollten Sie kaufen. Sie sind aus speziellem Stahl, da normaler rostfreier Stahl nicht auf die Magnetfolie reagieren würde.
Vorsicht mit so einer Trägerplatte - ein Knick oder eine Delle und sie ist hin.
 
Unten sehen Sie den stark vergrößerten Rand einer solchen Platte
und die darauf befindliche Diamantschleifscheibe - in diesem Fall die Variante mit den Noppen. Die Diamanten sind die kleinen Punkte in den Noppen. Bildbreite etwa 2 cm.



Unten: Eine Scheibe in Bewegung. Für die Kühlung genügt ein dünner Wasserstrahl. Die Drehzahl sollte um 250 - 300 liegen.





Unten: Durch das Ablaufloch habe ich ein Band gezogen, an dem das Wasser ohne zu tropfen nach unten in den Eimer läuft.
Die ganze Konstruktion ist ausgesprochen simpel aber höchst effektiv.
Aufbau in 3 Minuten, Reinigung und Abbau in 5 Minuten.
 
Die zu schleifende Probe wird mit einer Hand gehalten und auf die rotierende Scheibe aufgesetzt. Dann kräftig drücken. Ich drücke mit vollem Körpergewicht und bewege dabei die Probe ständig.
Sie brauchen in Tuch in der Nähe, um die Probe abzuwischen und die Fläche zu beurteilen.
Die hier abgebildeten Schleifscheiben haben 300 mm Durchmesser.
Das ist groß, es geht auch kleiner.
Große Scheiben sind zum Arbeiten natürlich viel angenehmer als kleine - die Fläche, auf der Sie die Probe bewegen können, ist schön groß. Außerdem halten große Scheiben natürlich länger als kleine - Sie haben ja viel mehr Diamanten im Einsatz.
 


Die verwendete Töpferscheibe hat folgendes Typenschild:






NACHTRAG:
Das Polieren von Steinen ist für mich ein Randthema, mit dem ich mit aktuell nicht beschäftige.
Dieser Text hier soll ein wenig Orientierung bieten, wird aber nicht mehr aktualisiert. Bei Fragen zu Verbrauchmaterial und Geräten wenden Sie sich bitte an den Fachhandel oder fragen Sie einen Steinmetz.
Bitte haben Sie Verständnis, dass ich keine Anfragen zu diesem Thema beantworten kann.
Vielen Dank!