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Drammen-Rapakiwi:
 

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Von allen europäischen Rapakiwis ist dieser hier mit Abstand der jüngste.
Während die Rapakiwis aus Finnland und Schweden im Schnitt etwa 1530 - 1650 Millionen Jahre alt sind, ist der Drammen-Granit mit seiner Herkunft aus dem Perm (ca. 250 - 290 Ma) geradezu jung.
 
Der Drammen-Granit stammt aus dem Oslograben. Dieser Graben gehört zusammen mit dem Oberrheingraben zu den wichtigen Bruchstrukturen Europas.
Zur Zeit des Perms war dort, wo heute der Oslofjord ist, ein Gebiet mit lebhaftem Vulkanismus.
Dabei wurden ausgedehnte Plutone gebildet: So auch der Drammen-Granit, der heute westlich des Fjords und um Drammen herum eine Fläche von etwa 200 Km
2 einnimmt. 
Innerhalb dieses Plutons gibt es ein kleines Gebiet, in dem der Granit als Rapakiwi ausgebildet ist.
 
Die Probe stammt vom Nordrand des Ortes Solumstranda aus einem Straßenanschnitt.
Polierte Fläche.
 
Drammen-Rapakivi Solumstranda
 
Im Handstück fallen sofort die vielen Ovoide auf.
Sie sind mit etwa 0,7 bis 1,5 cm eher klein und haben die gleiche ungewöhnliche orangebraune Farbe wie das gesamte Gestein. Allerdings sind die Ovoide nicht einheitlich gefärbt, sondern zeigen dunklere Schattierungen in Form von Ringen oder Segmenten.
Die gerundeten Feldspäte sind in eine feinkörnige Grundmasse aus gleichfarbigem Alkalifeldspat und Quarz eingebettet. Die Grundmasse besteht praktisch durchgängig aus graphischen Verwachsungen. Die Quarze sind graubraun und kantig, teilweise auch gerundet. Größere Quarze der ersten Generation erscheinen heller.
Auf dem Bild unterhalb ist schön zu sehen, daß das Gestein im wesentlichen nur aus den zwei Mineralen Alkalifeldspat und Quarz besteht.
Der Kalifeldspat ist rötlichbraun, die Quarze sind die kleinen grauen bis rauchbraunen Körner zwischen den gerundeten großen und den kleineren Feldspäten.
 
Detail Drammenrapakivi
 
Das Handstück, zu dem diese Nahaufnahme gehört, stammt aus der Sammlung
von Peter Jacobi, Delingsdorf.
 
 
Die dunklen Minerale, die meist stark zersetzt sind, finden sich in grünlichgrauen kleinen Putzen in der Grundmasse verteilt. Ihr Anteil am Gestein ist sehr niedrig.
 
Eine auffällige Besonderheit dieses Gesteins sind Ovoide, die aus Kristallsegmenten aufgebaut sind. Es gibt auffällig viele davon.
Unterhalb ist ein solcher, aus keilförmigen Segmenten aufgebauter Feldspat abgebildet.
Dazu habe ich die polierte Fläche so aufgenommen, daß die verschiedenen Kristallsegmente in ihren unterschiedlichen Reflexionen deutlich werden.
Im zweiten Bild sind die Kanten der größten Segmente markiert.
 
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